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<  -> Laboratorium

Thema: Jemand wird bald sterben...

Rika
Verfasst am: 16 Okt 2013 19:13 Keine Komplettzitate verwenden!
neutral






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Es gehört zu den Pflichten des Arztes, dem Patienten mitzuteilen , dass dieser sterben wird. Natürlich sollte man dem Arzt auch einräumen in gewissen Fällen nur die Familie aufklären zu dürfen.
Dieser Fall ist dann jedoch genaustens abzuwägen unter berücksichtigung des Allgemeinzustandes des Patienten, denn schließlich kann nicht jeder mit so einer dramatischen Botschaft umgehen.

Meist vermitteln die Patienten unbewusst die Bereitschaft mit diesem Thema umzugehen, sodass man sicher sein kann, dass der Patient mit den 5 Phasen des sterbens umgehen kann , denn dafür benötigt man viel Kraft und kann nicht jedem zugemutet werden.

Ob der Patient vom Arzt oder erst später von seinen Familienangehörigen informiert wird, ist bezüglich der 5 Phasen wohl oder übel irrelevant da der Patient zuerst sowieso nicht wahrhaben will, wie es um ihn steht. Dies führt zur Ablehnung des Arztes sowie den Familienangehörigen.
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EMP Gothic

Fia
Verfasst am: 17 Okt 2013 08:31 Keine Komplettzitate verwenden!
weiblich, 45 Jahre
Wohnort: Niedersachsen

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Eigener Titel:
contúirteacha

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User seit: 2424 Tag(en)
Beiträge: 593
Themen: 11
Es gehört zu den Pflichten eines Arztes, den Betroffenen oder den ihn rechtlich Vertretenden über den aktuellen Gesundheitszustand bzw. den der Erkrankung aufzuklären. Prognosen abzugeben gehört auch dazu.
Aber: kein Arzt wird auf Nachfrage seinem im Endstadium an Krebs erkrankten Patienten sagen: Du stirbst in drei Wochen. Oder: Du stirbst (das tun ALLE).
Er wird ihm möglicherweise sagen: Ich gebe dir noch drei oder vier Wochen, unter Berücksichtigung des Krankheitsverlaufes.
Allerdings immer unter Vorbehalt, nie mit Gewissheit in Bezug auf den Zeitpunkt.

Dass ein Erkrankter unbewußt transportiert, dass er eine Bereitschaft hat, sich mit dem Thema Sterben auseinander zu setzen oder dass er damit umgehen kann, ist für mich so nicht haltbar.
Es ist ein gravierender Unterschied, ob man sich in der Theorie mit dem Thema Tod und Sterben auseinander setzt oder ob man direkt mit dem eigenen Sterben und Tod konfrontiert wird.
Ich habe es in den vielen Jahren, die ich in der Paliativpflege tätig war, nie erlebt, dass jemand transportiert, dass er mit dem Ernstfall umgehen kann. Darüber theoretisch sprechen ja, aber maximal die Bereitschaft, zu nehmen, was kommt, durchzustehen, was auch immer passiert.

Und: selbst Elisabeth Kübler-Ross, die ja nun die Vorreiterin war für diese schwierige Thematik und das 5-Phasen-Modell des Sterbens erstellt hat, war sich nie sicher, ob jemand damit umgehen kann oder nicht. Dessen kann man sich nicht sicher sein.
Auch erlebt nicht jeder Sterbende diese fünf Phasen. Es kommt immer auf die individuelle Persönlichkeit an.
Dieses Modell bietet Betroffenen, Angehörigen und Pflegekräften einen Ansatz, um sich auseinander zu setzen. Diese Phasen kann man nicht lernen im Prozess des Sterbens, entweder werden sie durchlaufen oder eben auch nicht.
Die Dame war Psychiaterin und hat eine Grundlage für die Sterbeforschung geschaffen durch ihre Arbeit.

Ich finde es bei diesem Thema immer schwierig, wenn so kurze Aussagen getätigt werden, da der inhaltliche Umfang viel detaillierter ist als ein oder zwei Kernaussagen. Ebenso wie ich Aussagen in Bezug auf Sicherheit in dieser Situation schwierig finde.
Wer sich schon einmal in einer solchen Situation, in diesem Prozess befunden hat, nicht als Betroffener natürlich, sondern als Pflegekraft oder Angehöriger, über einen langen Zeitraum hinweg, weiß, dass man von einer Vielzahl an Reaktionen und Gegebenheiten sprechen kann, aber nicht von sich sicher sein, dass etwas Bestimmtes passiert. Einzig die Gewissheit, dass da jemand stirbt, ist sicher. Nicht der Zeitpunkt, nicht der Umgang mit dem Wissen, nicht der Prozess.

Weiter: die 5 Phasen des Sterbens stehen in keinem direkten Zusammenhang mit der Überbringung der Nachricht, dass jemand stirbt. Egal, ob das nun der Arzt macht oder Angehörige. Das ist lediglich ein Modell, keine Handlungsrichtlinie.
Elisabeth Kübler-Ross hat sich mit den unterschiedlichsten Personengruppen aus dem Kreis der Betroffenen beschäftigt, hat Gespräche geführt, begleitet, und nach langer Zeit eine Art Verlauf im klassischen Sinne niedergeschrieben. Allerdings nie mit dem Anspruch auf Wahrhaftigkeit.
Sie beschreibt die Sterbeprozesse und dem Umgang damit bei Kindern zum Beispiel völlig anders.
Was auch widerlegt, dass der Betroffene nicht wahrhaben will, was mit ihm passiert. Das ist bei Kindern in der Regel überhaupt nicht so, und es gibt auch eine Vielzahl an Erwachsenen, die akzeptieren und somit das Modell "sprengen" bzw. diverse Phasen auslassen.

Wen es interessiert, der schau mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_K%C3%BCbler-Ross

Zur Eingangsfrage: ich erhebe für mich den Anspruch, dass man mit mir transparent kommuniziert und mir sagt, was mit mir ist.
Und wenn mir ein Arzt als Beispiel sagen würde, dass meine Mutter sterbenskrank ist (Gott bewahre), dann wird er unverzüglich mit mir zu ihr gehen und es ihr sagen. Darauf hat sie ein Recht, denn es ist ihr Leben.
Ich kann dieses Hintenrum und verschweigen und Gerede "ach herrje, wie furchtbar, aber wir sagen das besser nicht" nicht nachvollziehen. In dem Moment, wo man jemandem nicht sagt, wie es wirklich um ihn steht, nimmt man ihm die Möglichkeit, für sich ins Reine zu kommen, sofern er das möchte. Die meisten wollen das. Gespräche führen, Dinge regeln, etwas sagen, was noch nie ausgesprochen wurde. Oder ganz profane Dinge tun wie Vodka trinken, obwohl man noch nie Alkohol getrunken hat (so eine Dame hatte ich vor Jahren in der Begleitung, die hat so verrückte Sachen gemacht...).

_________________
Gewissen Menschen gegenüber kann man seine Intelligenz nur auf eine Art beweisen, nämlich, indem man nicht mehr mit ihnen redet.
(Arthur Schopenhauer)
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Is math an sgàthan sùil caraide.
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