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<  -> Gothic Szene Talk

Thema: Berufsgruftis

Ceridwen
Verfasst am: 03 Feb 2017 21:30 Keine Komplettzitate verwenden!
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Eigener Titel:
Kesseltante

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Letztens kam mir ein Gedanke, den ich hier etwas zugespitzt formulieren möchte.

  • Sind Berufsgruftis, die mit ihrem Aussehen Geld verdienen, überhaupt noch aufrichtige Gruftis?
  • Kleiden sie sich wirklich (nur) so, weil sie es wollen – oder weil sie dafür bezahlt werden?
  • Haben sie überhaupt die Möglichkeit, ihre Einstellung und ihren Stil zu ändern? Immerhin hängt ihr Einkommen und ihr Ruf davon ab.


Ich denke, dass man alle drei Fragen sowohl mit "Ja" als auch mit "Nein" beantworten kann – an beidem ist etwas dran. Ein Szenemusiker, der eine 180°-Drehung absolviert, ist oft schnell unten durch (z.B. Unheilig).

Kleine finanzielle Einnahmen, die vom Schwarzsein abhängen, sind allerdings auch tückisch. Denn diese werden oft nicht als "richtige" Bezahlung angesehen, reichten aber aus, um eine Person zu beeinflussen. Diese Kombination kann sogar die Einstellung der Person beeinflussen, nach dem Motto: "Das ist ja gar keine richtige Bezahlung, also muss ich es gerne machen." (Der Effekt wurde u.a. bereits 1959 von Festinger & Carlsmith untersucht, falls es jemanden interessiert.)

Umgekehrt gibt es natürlich einen anfänglichen Grund, warum ein Musiker, Model, Blogger, Künstler etc. sich überhaupt für die schwarze Szene entschieden hat bzw. sich ihr angehörig fühlt. Finanzielle Überlegungen dürften dabei nur in seltenen Fällen eine Rolle spielen. Wink

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EMP Gothic

DaveCash
Verfasst am: 04 Feb 2017 14:21 Keine Komplettzitate verwenden!
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Nachtwächter

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Oftmals kommt dieses "Einkommen" ja aus anfänglichem DIY Lebensgefühl, man startet einen Blog ein Zine und irgendwann ist es Beruf, aber ist der Beruf dann weniger Leidenschaft nur weil man Geld damit verdient ?

Gruftiemodels welche die Mode des Geldes willen tragen, naja muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich weiß nicht ob man sich dann wirklich zugehörig fühlen kann, müsste oder sollte...
Oder ?
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CharlotteSchlotter
Verfasst am: 04 Feb 2017 21:44 Keine Komplettzitate verwenden!
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Gute Frage. Letztendlich gibt es ja auch viele Künstler, die von der Szene "vereinnahmt" werden, weil ihre Kunst irgenwie den Grufti-Nerv trifft.
The Cure zum Beispiel haben sich musikalisch ganz schön weit weg entwickelt von düsterer Musik (und sich ja immer auch von der Szene distanziert) und werden trotzdem noch von vielen Szenegängern vereehrt.

Ich denke (bzw. hoffe) ein Künstler identifiziert sich in erster Linie mit seiner Kunst und denkt erst in zweiter Linie daran, ob diese dann beim Publikum auf Gegenliebe stößt.

Was das Äußere von Berufsgruftis betrifft, kann man heute glaub ich recht flxibel sein. Ich hab auf schwarzen Fesivals auch schon Sänger gesehen, die im weißen Anzug über die Bühne turnten Rolling Eyes
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Der Glöckner
Verfasst am: 05 Feb 2017 00:54 Keine Komplettzitate verwenden!
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Ich glaube nicht das es besonders lukrativ ist ein Goth zu werden, nur um damit Geld zu verdienen. Ich kenne persönlich nur ein Model und kann nicht sagen, dass sie sonderlich wohlhabend ist. Man verdient gut, aber nicht so gut das man in Saus und Braus leben kann. Eher so gut wie ein anständiges Monatsgehalt eben sein sollte.

Ich würde nicht sagen, dass diese Menschen weniger Goth sind nur weil sie mit ihrem Lifestyle Geld verdienen. Schließlich muss ein Mensch von irgendwas leben können. Das Einzige was wirklich wichtig ist, ist das wenn man die "Szene" repräsentiert, sie auch korrekt repräsentiert. Solange man dies tut, ist man in meinen Augen auch noch ein Grufti.

Ich denke, dass sie sich so kleiden weil sie es wollen und dafür bezahlt werden.

An sich ist es schon Möglich die Einstellung zu ändern, muss man sich dann eben ne echte Arbeit suchen. Laughing

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izento
Verfasst am: 06 Feb 2017 09:30 Keine Komplettzitate verwenden!
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Der Meister

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Warum sollte ein "Berufsgrufti" weniger aufrichtig sein als ein "Hobbygrufti"?
Zugegeben, diese Gegenfrage ist etwas provokant.
Mit Models kenne ich mich absolut nicht aus, zum Musikbereich allerdings kann ich schon etwas sagen.
Sicherlich muß ein Berufsmusiker Geld verdienen und sich daher auch etwas nach der "schwarzen Masse" richten. Die Frage ist, wie weit er sich dafür verbiegen muß. Einige mehr, andere weniger.
Ich finde es eher blöd, wenn Musiker die genau "ihr Ding" machen für ihren Erfolg gescholten werden.

Auf der anderen Seite beobachte ich aber auch einige Bands, die plötzlich als "schwarz" gelten, mit der Szene aber nie etwas zu tun hatten. Insbesondere einige "80er-Oldie" oder Revival-Bands, die die letzten Jahre bzw. Jahrzehnte ziemlich erfolglos waren werden in der Szene plötzlich gehypt.

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"... Alle, die von Freiheit traeumen, Sollen's Feiern nicht versaeumen, sollen tanzen auch auf Graebern. Freiheit, Freiheit, Ist das einzige, was zaehlt. ..." (Westernhagen)

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Ceridwen
Verfasst am: 08 Feb 2017 19:44 Keine Komplettzitate verwenden!
weiblich, 26 Jahre


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Eigener Titel:
Kesseltante

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Ich möchte noch einmal etwas betonen, was ich schon im Eingangspost geschrieben habe: Das Interessante ist, dass es nicht darum gehen muss, sich zu verbiegen – sondern dass insbesondere kleine monetäre Vorteile sogar die Einstellung einer Person ändern können. (Selbst, wenn diese Bezahlung in der Summe keinen wirklichen Vorteil bietet.) Wohlgemerk: Die Einstellung, die diese Person für sich hat, ohne zu lügen oder sich zu verbiegen. Es geht sogar noch weiter, denn die Person nimmt die Beeinflussung in der Regel nicht als solche wahr und ist felsenfest davon überzeugt, ganz "von sich aus" zu handeln.

Obwohl ich (wie gesagt) finde, dass für beide Seiten Argumente sprechen, lässt sich dieser Aspekt nicht einfach fortwinken.

@izento:

Wenn dich jemand manipuliert, sodass du selbst von einer Sache überzeugt bist, ist deine Überzeugung oder Einstellung (in dem Sinne) aufrichtig. Aber das heißt nicht, dass diese Überzeugung wirklich deinem eigenen Denken und Sein entspringt. Die Frage ist deshalb, worauf du bei deiner persönlichen Definition von "aufrichtig" den Fokus legst.

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DerHarlekin
Verfasst am: 08 Feb 2017 19:52 Keine Komplettzitate verwenden!
männlich, 25 Jahre
Wohnort: Stuttgart

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Zunächst denke ich, dass es erstmal kein Widerspruch und auch kein Problem ist Geld zu verdienen und aufrichtig zu sein. Also auch Berufsgoths sind für mich einfach nur Goths die ihre Leidenschaft halt zu Geld gemacht haben.

@Ceridwen
Um jetzt auf die Sache der Manipulation (auch unbeabsichtigte, durch Kleinstbeträge verursachte) einzugehen;
ist das denn nicht auch unabhängig von Geld mit generellen positiven Reaktionen so? Also, wenn du bspw. ein Youtubevideo machst und dann Kommentare kriegst wie toll das Video war und ein Daumen nach oben nach dem anderen folgt, oder einfach unter Freunden immer wieder herzliche Komplimente für deine Outfits bekommst, beeinflusst das nicht auch schon? Ist Geld da wirklich so viel anders?
Ich meine, wir befinden uns in einer ständigen Wechselwirkung mit unserem Umfeld, wir formen das Umfeld und das Umfeld formt uns.

Seh ich das zu naiv/falsch/was auch immer?


Zuletzt bearbeitet von DerHarlekin am 09 Feb 2017 12:53, insgesamt einmal bearbeitet
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izento
Verfasst am: 09 Feb 2017 10:23 Keine Komplettzitate verwenden!
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Der Meister

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@Ceridwen: Sind wir denn nicht alle nur die Summe der "Manipulationen" die auf uns eingewirkt haben?
Das fängt mit dem sozialen Milieu an in das du hineingeboren wirst, setzt sich über die Erziehung fort zu Schule und Beruf.

Um deinen "wahren Willen" zu finden müsstest du erstmal völlig aussteigen und irgendwo alleine im Wald hausen. Aber selbst da bist du noch durch deine vorherhegende Erziehung und Erfahrung in der Freiheit des Willens eingeschränkt.

Die "Berufsgruftis" sind in diesem kapitalistischen System groß geworden. Warum sollten sie sich also ihren Unterhalt nicht verdienen?
Und wenn es etwas mehr als gerade das Existenzminimum gibt, dann fördert das doch eher die kreative Arbeitsweise, da man frei ist von Überlebenssorgen.

Und mal ehrlich...wirklich reich ist mit "gothischer" Kunst doch noch nie jemand geworden ... ausser vielleicht der Graf.

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