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<  -> Der Tempel

Thema: Der Glaube an Göttern

Himiko
Verfasst am: 09 Apr 2015 14:43 Keine Komplettzitate verwenden!
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Der Glaube an Göttern (Überlegungen von mir),
ich finde es schon sehr faszinierend das in einer heutigen Zeit der Wissenschaft es verdammt viele Menschen gibt die an einen Gott glauben. Ich frage mich wie kommt man auf sowas? Ist es die Erziehung? Die Übermittlung Überlieferung von anderen Menschen, da niemand ihm sehen konnte.

Es gibt keinem wissenschaftlichen Beweis für ihre Behauptungen. Gott ein Wesen was die Welt (Universum, man muss sich mal vorstellen wie groß es ist) angeblich erschaffen haben soll.

Was mich immer wieder verwundert ist, wie die Kirche zu dem ganzen steht. Erst lebt der Gott im Himmel und soll als Mittelpunkt die Erde und dem Menschen erschaffen haben und dann mit einmal lebt er woanders und jetzt außerhalb von Zeit und Raum, Wiederspruch um Wiederspruch!

Das ist einfach alles nicht greifbar und hat keine Logik. Es ist nur komisch das unsere Welt sich logisch aufgebaut und ein System hat, auch wenn man es nicht auf Anhieb sieht. Die Forschung und Wissenschaft zeigt uns nach und nach wie sie wirklich tickt.

Ich finde es immer noch faszinierend wie immer weitere Rätzel des Universums aufgedeckt werden. Aber was ich da nicht verstehe, warum halten so viele Menschen an ihren Aberglauben fest. Wo man aus heutiger Sicht schon klar sagen kann, dass es keine Zeit und keinen Raum gegeben hat in der ein Gott Zeit hatte, um das Universum zu erschaffen. Eher im Gegenteil man kann klar sagen wie das Universum endsanden ist und noch entsteht (wir sind noch lange nicht in der Endphase, eher am Anfang) und das ganze ohne einen Gott.

Wie seht ihr das? Confused

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2015050501v
Verfasst am: 09 Apr 2015 15:59 Keine Komplettzitate verwenden!
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Zitat:
Der Glaube an Göttern (Überlegungen von mir),
ich finde es schon sehr faszinierend das in einer heutigen Zeit der Wissenschaft es verdammt viele Menschen gibt die an einen Gott glauben. Ich frage mich wie kommt man auf sowas? Ist es die Erziehung? Die Übermittlung Überlieferung von anderen Menschen, da niemand ihm sehen konnte.


Es gibt selbst Wissenschaftler, die irgendwann anfangen an ein höheres Wesen oder einen göttlichen Funke zu glauben, weil sie sich das Wunder der Existenz nicht anders erklären können. Soweit ich weiß, gehört Stephen Hawking ebenfalls dazu. Wie man darauf kommt liegt eigentlich auf der Hand. Es ist ein recht menschlicher und logischer Gedanke. Der Mensch hat Hände mit denen er Dinge erschaffen kann, nun sieht er sich um und fragt sich welche Hände all die Dinge erschaffen haben die um ihn herum existieren. Ein zweiter Faktor ist sicherlich das der Mensch ein Sippentier ist und sich insgeheim einen großen Führer wünscht der Verantwortung übernimmt und einem etwas Geborgenheit schenkt. Das erklärt auch warum in den großen Religionen Gott als eine Art Alpha-Ter stilisiert wird. Ich halte das für absoluten Schwachsinn, und hier stimmt die Bezeichnung "Opium fürs Volk" sicherlich. Was dem ganzen die Krone aufsetzt sind aus meiner Sicht die allzu menschlichen Gefühle von "Gott", welche in der Tora, dem Koran und der Bibel beschrieben werden. Man sollte doch meinen das ein Wesen, was solch eine unendlich komplexe Schöpfung zustande bringt, auf einer Bewusstseinsebene existiert, die für uns absolut unerreichbar ist. Um es mit einer Metapher auszudrücken: Ein Mensch der versucht Gott zu verstehen ist vergleichbar mit einem Stein der versucht einen Mensch zu verstehen.

Zitat:
Es gibt keinem wissenschaftlichen Beweis für ihre Behauptungen. Gott ein Wesen was die Welt (Universum, man muss sich mal vorstellen wie groß es ist) angeblich erschaffen haben soll.


Nein das gibt es nicht allerdings wird man auch niemals das Gegenteil beweisen können. Der Gedanke an einen Gott ist so alt wie die Menschheit selbst und wird vermutlich mit ihr untergehen. Übrigens ist Wissenschaft niemals so unfehlbar wie sie uns erscheint oder wie es propagiert wird. Im Grunde wissen wir so gut wie nichts und die Fantasie des Menschen wird immer wieder versuchen diese Lücken zu füllen. Geht man übrigens philosophisch an die Sache ran kommt man irgendwann zwangsweise zu der Erkenntnis das sich nur eine einzige Sache beweisen lässt, alles andere ist dem Glaube unterworfen.

Zitat:
Was mich immer wieder verwundert ist, wie die Kirche zu dem ganzen steht. Erst lebt der Gott im Himmel und soll als Mittelpunkt die Erde und dem Menschen erschaffen haben und dann mit einmal lebt er woanders und jetzt außerhalb von Zeit und Raum, Wiederspruch um Wiederspruch!


Die Kirche ist belanglos, diese Leute haben nur damals den Zeitgeist verstanden und ein geistloses Monopol auf einem zeitlosen Gedanke errichtet. Die Motivation war dabei, wie fast immer, ausschließlich wirtschaftlich.

Zitat:
Das ist einfach alles nicht greifbar und hat keine Logik. Es ist nur komisch das unsere Welt sich logisch aufgebaut und ein System hat, auch wenn man es nicht auf Anhieb sieht. Die Forschung und Wissenschaft zeigt uns nach und nach wie sie wirklich tickt.


Die Bewegung welche sich bezüglich der Wissenschaft abzeichnet ist recht lustig anzuschauen. Umso weiter die Wissenschaft voranschritt, umso mehr wurde dem Menschen bewusst das er im Grunde überhaupt nichts weiß. Heute sind wir, überspitzt ausgedrückt, so weit, dass wir mit Sicherheit sagen können, dass wir auf einem Klumpen Erde mitten im Nirgendwo leben. Ein gutes Beispiel zur Veranschaulichung der voranschreitenden Verwirrung und Ratlosigkeit in der Wissenschaft ist die Quantenphysik welche kaum zu dem Weltbild passt was wir tagtäglich erleben.

Zitat:
Ich finde es immer noch faszinierend wie immer weitere Rätzel des Universums aufgedeckt werden. Aber was ich da nicht verstehe, warum halten so viele Menschen an ihren Aberglauben fest. Wo man aus heutiger Sicht schon klar sagen kann, dass es keine Zeit und keinen Raum gegeben hat in der ein Gott Zeit hatte, um das Universum zu erschaffen. Eher im Gegenteil man kann klar sagen wie das Universum endsanden ist und noch entsteht (wir sind noch lange nicht in der Endphase, eher am Anfang) und das ganze ohne einen Gott.


Ganz einfach, weil es sich nicht widerlegen lässt. Die menschliche Fantasie findet immer einen Weg um an das zu glauben was ihr ein Gefühl der Geborgenheit bereitet. Wieso sollte ein Gott den Gesetzen des Universum unterworfen sein? Wäre es nicht wahrscheinlicher das Zeit für ein solches Wesen überhaupt nicht existiert, immerhin muss es "ihn" doch schon immer gegeben haben? Ich denke es ist diese "Vermenschlichung", die Gott so lächerlich macht. Kann man das? Das bezweifle ich stark, sicherlich gibt es die Urknall-Theorie aber was war vor dem Urknall? Aus "Nichts" kann unmöglich etwas entstehen also muss schon immer etwas da gewesen sein. Das lustige ist das wir uns weder ein endloses noch ein endliches Universum vorstellen können.

Ich kann verstehen warum Menschen an Gott glauben, denn dies ist der einzige Weg um die grausigsten menschlichen Ängste zu besiegen die bei vielen sicherlich unterbewusst arbeiten. Die Angst davor der Willkür eines Universum ausgesetzt zu sein, die Angst davor das die Dinge ins Leere laufen, das Bewusstsein vielleicht nur ein kleiner Funken in der Ewigkeit ist der sang- und klanglos wieder verschwinden wird als hätte er nie existiert. Die Angst vor Verlorenheit und der allesumfassenden Sinnlosigkeit sowie der damit einhergehenden Leere... Ich für meinen Teil entdecke Gott in vielen Dingen. Was wäre das Leben schon ohne all die großen Emotionen welche zum Beispiel durch Musik in Höhen gehievt werden die nur noch mit dem Wort "Göttlichkeit" zu beschreiben sind.

Übrigens verachte ich Jenseits-Verprechungen aufs Tiefste. Solche Philosophien werten das Leben ab und suggerieren dass das "hier und jetzt" eigentlich etwas schlechtes ist, was überwunden werden muss. Sicherlich gibt es Menschen die ein hartes Leben führen und etwas Hoffnung und ein Gefühl der Vorfreude benötigen. Ich allerdings denke das eine solche Geisteshaltung dazu führt, dass man einem Horizont hinterherrennt, welchen man logischerweise nie erreichen wird. Dabei verlernt man all die schönen Dinge um einen herum zu schätzen und das Leben als etwas kostbares anzunehmen.
2016111201v
Verfasst am: 09 Apr 2015 19:53 Keine Komplettzitate verwenden!
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Es ist im Grunde ganz einfach.
Solange Menschen nicht wissen, wie die Dinge liegen,
malen sie sich irgendwelche Sachen aus.
Das ist wie bei Kleinkindern, die sich die Welt auf eine ganz bizarre
Art und Weise manchmal selbst erklären.

Früher oder später sind aber Kinderglaube und Religion nicht mehr zu halten.

Ein ganz wesentlicher Antrieb für das Entstehen von Religion ist Macht- und
Hilflosigkeit, gepaart mit dem Überlebenstrieb der einsamen nackten Kreatur
in einem schwarzen Universum, das allerdings an manchen Stellen auch Farben
hat, wie auch die Tiefsee.
Ex-Anonymos
Verfasst am: 10 Apr 2015 10:38 Keine Komplettzitate verwenden!
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Zitat:
Himiko schrieb am 09 Apr 2015
ich finde es schon sehr faszinierend das in einer heutigen Zeit der Wissenschaft es verdammt viele Menschen gibt die an einen Gott glauben. Ich frage mich wie kommt man auf sowas?


Es ist wahrscheinlich ein Grundbedürfnis des Menschen, sich die Dinge, die er nicht erklären kann, den Sinn und Zweck seines eigenen Daseins, all die Dinge, die man unter dem Oberbegriff "42" zusammenfassen kann, zu begreifen. Und da eben all diese Dinge sich letzlich einer Erklärung entziehen, wirkt die Vorstellung eines über allem stehenden Gottes und dessen Wirkungen und Handeln in dieser Hinsicht dann eben erleichternd.

Zitat:

Es gibt keinem wissenschaftlichen Beweis für ihre Behauptungen. Gott ein Wesen was die Welt (Universum, man muss sich mal vorstellen wie groß es ist) angeblich erschaffen haben soll.

Richtig, den gibt es nicht.
Der Urknall erscheint wesentlich plausibler, zweifellos !
Nur: Woher kam die Materie, die sich zum Urknall zusammenballte ? Warum hat sie sich überhaupt zusammengeballt ? Weshalb gibt es physikalische Gesetze, die auf Materie wirkt, so dass es überhaupt "urknallen" kann ? Und was ist das eigentlich für ein Raum in dem sich unser Universum ausbreitet ?

Auf keine dieser Fragen gibt es bislang eine Antwort.
Ein Gott gibt hier eine Krücke für die Dinge, die man nicht erklären kann.
(Wobei man hier auch natürlich weiterfragen sollte: Wer hat Gott geschaffen ?)

Zitat:

Was mich immer wieder verwundert ist, wie die Kirche zu dem ganzen steht. Erst lebt der Gott im Himmel und soll als Mittelpunkt die Erde und dem Menschen erschaffen haben und dann mit einmal lebt er woanders und jetzt außerhalb von Zeit und Raum, Wiederspruch um Wiederspruch!


Noe, kein Widerspruch. Der Begriff des "Himmels", den man kleinen Kindern verspricht, entstammt dem für Christen verheißenen "Himmelreich" = jüd. Tradition für Paradies. Das hat nix mit dem blauen Himmel über uns zu tun. Und eben dieses Himmelreich/Paradies ist außerhalb von Zeit und Raum und wird auch nicht anders verkündigt (außer von den Zeugen Jehovas ! Laughing)

Zitat:

Ich finde es immer noch faszinierend wie immer weitere Rätzel des Universums aufgedeckt werden. Aber was ich da nicht verstehe, warum halten so viele Menschen an ihren Aberglauben fest.

Weil jedes aufgeklärte Rätsel wiederum direkt neue Fragen aufwirft, auf die man (bislang) keine Antwort findet. Es ist wie eine Hydra !
izento
Verfasst am: 10 Apr 2015 12:39 Keine Komplettzitate verwenden!
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Warum glauben (fast) alle Menschen an Gött(er)?

Weil ein Gott oder Götter oder höhere Kräfte die einzige Antwort auf die eine kleine Frage ist: Warum?

Die Wissenschaft wird niemals das letzte Warum beantworten können!
Und da es keine Antwort gibt, muß das doch am "Willen" irgendeines Gottes legen. Den einzig der "Wille einer höheren Macht" rechtfertigt das Fehlen von logisch nachvollziehbaren Ursachen.

Und wie Anon schon andeutete:
Urknall schön und gut, aber warum?
Massekontraktion und Expansion ok, aber wo kommt die Masse her?
Energie-Masse-Wandlung, auch gut, aber wo kommt die Energie dann her?
... Oder ist die Energie vielleicht ein Gott? ....

Egal wie du es drehst und wendest, sobald es logisch nicht mehr erklärbar ist, kommt ein "Gott" ins Spiel.

Und ja, auch die wenigen echten Atheisten schaffen sich "Ersatzgötter".
Die einen nennen es "Natur", die anderen "Schicksal" oder "Bestimmung" und ein paar sogar "Chaos". (wohl wissend, daß es "Zufall" nicht gibt)

Edith schiebt die Götter "Nichts" und "Dunkelheit" noch hinterher, die den meisten "dunklen Wesen" ja geläufig sein sollten. Smile

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"... Alle, die von Freiheit traeumen, Sollen's Feiern nicht versaeumen, sollen tanzen auch auf Graebern. Freiheit, Freiheit, Ist das einzige, was zaehlt. ..." (Westernhagen)

Die Zeit heilt keine Wunden. Die Zeit lässt nur das Fleisch faulen.

Follow your dreams and be TRUE to yourself.

Der alte Narr sagt: Ich bin ein alter Weiser. Der alte Weise sagt: Ich bin ein alter Narr.
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2016012301v
Verfasst am: 11 Apr 2015 10:13 Keine Komplettzitate verwenden!
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Es gibt längst Physiker, die an Formeln arbeiten, die auch rückwärtsgerechnet jenseits des Urknalls noch weiterfunktionieren - was ein existierendes Universium/Dimension/was auch immer vor dem Urknall implizieren würde und damit einen Ursprung für den Urknall. Hab vor vier Jahren mal davon gehört. Denke aber, die Arbeiten an diesen Formeln laufen noch.

Mal abgesehen davon: Selbst ein Glaube an Gott verlagert die Frage nach dem letzten "Warum?" auch nur an eine höhere Ebene, löst sie aber eigentlich gar nicht. In der siebten Klasse wollte mich mein Religionslehrer ja auch damit ködern: "Woher kam denn sonst der Urknall?" Und ich hab ihm gesagt: "Angenommen Sie haben recht: Woher kam dann Gott? Wenn von nichts nichts kommt?"

Ein Glaube an irgendeine höhere Instanz ist vermutlich leider genetisch in uns verankert, als Teil des Programms, mit dem unser Gehirn sich die Welt erklärt, damit wir handlungsfähig bleiben. Dabei ist es fast egal ob das ein Gott, eine Weltverschwörung, der Führer oder der Markt ist....sich von diesen Denkmustern zu trennen ist daher sehr schwer.
Xedion
Verfasst am: 11 Apr 2015 10:27 Keine Komplettzitate verwenden!
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Ich denke nicht, dass sich Wissenschaft und Glaube an Götter irgendwie ausschließen sollten. Es gibt hier grundsätzlich viele verschiedene Ansätze. Man kann Gott mit Hilfe wissenschaftlicher Mittel in der Welt suchen. Oder man geht davon aus, dass es sich um eine rein metaphysische/philosophische Frage handelt (und es demnach auch keinen wissenschaftlichen Beweis geben kann). Ersteres kann durchaus wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen, Letzteres eher nicht.

Je nachdem, welchen Ansatz man verfolgt, sind natürlich auch die Argumente zu verorten. Ich habe z.B. noch nie ein überzeugendes Argument gegen einen Gott gesehen, lediglich gegen bestimmte Auswüchse der ersten Kategorie.

Ich finde Edward Feser hat das ganz gut beschrieben: http://edwardfeser.blogspot.de/2014/07/wheres-god.html
Seine Bücher "Scholastic Metaphysics: A Contemporary Introduction" und "The Last Superstition: A Refutation of the New Atheism" sind im Übrigen tolle Werke, die Einblick in die Philosophie dahinter geben. Es wird dann recht schnell deutlich, dass so offensichtliche "Widerlegungen" eigentlich eher auf mangelndes Verständnis der Sachverhalte zurückzuführen sind.

Im Übrigen beweist die Wissenschaft nicht, sie falsifiziert. Und wir Menschen glauben von Natur aus Dinge, die unserem Weltbild entsprechen. Nehmen wir doch beispielsweise das Bewusstsein. Wir Menschen gehen im Regelfall davon aus, dass die uns umgebenden Personen bewusste Menschen und keine philosophischen Zombies sind. Wir gehen auch davon aus, dass wir nicht gerade träumen. Haben wir einen Beweis dafür?

Dazu kommen religiöse oder spirituelle Erfahrungen. Persönliche Erfahrungen haben eine sehr starke Auswirkung. Durch die persönlichen Erfahrungen mit meiner Frau, kann ich davon ausgehen, dass sie mich liebt. Habe ich einen wissenschaftlichen Beweis dafür? Natürlich könnte ich mich täuschen, aber davon gehe ich nicht aus. Auf die gleiche Weise sind spirituelle Erfahrungen oder Geistererscheinungen usw. womöglich sehr überzeugend. Und witzigerweise können wir dies nicht einfach als Beweis reproduzieren und an andere Verteilen (siehe Zero-Knowledge-Beweis http://de.wikipedia.org/wiki/Zero-Knowledge-Beweis).

Und das Fazit? Man kann gute Gründe haben, an einen Gott zu glauben. Genauso wenig, wie ein Theist immer nachvollziehen kann, dass man Atheist ist, scheint das auch umgekehrt der Fall zu sein. Und der Diskussion ist es nicht gerade zuträglich, "von oben herab" alles als Aberglaube abzutun, was man selbst nicht versteht oder einfach nur anders sieht.

@Edelweisspirat
Ich finde Aristoteles' Konzept vom "Unbewegten Beweger" sehr überzeugend. Wir gehen davon aus, dass von Nichts auch nichts kommt. Das macht durchaus Sinn, denn in unserem Alltag erscheinen ja auch nicht ständig Dinge ohne Ursache. Es muss somit etwas geben, was nicht auf etwas Anderes zurückzuführen ist - im Englischen ein "necessary beeing". Gott könnte so etwas sein, dann würde die Frage, woher Gott kommt, keinen Sinn ergeben. Das Problem dabei ist nur zu zeigen, dass dieses "necessary beeing" auch Gott sein muss. Man könnte genauso gut argumentieren, dass das Universum schon immer war und keine Ursache hat. Da fängt dann eben die philosophische Diskussion an (kosmologischer Gottesbeweis, ontologischer Gottesbeweis usw.)
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Himiko
Verfasst am: 11 Apr 2015 11:22 Keine Komplettzitate verwenden!
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@Jasper Morello: Stephen Hawking gehört mit Sicherheit nicht dazu eher im Gegenteil

Indirektes Zitat, auf der Frage gibt es ein Gott.

vgl. Stephen Hawking: es gab keine Zeit, in der ein Gott existieren hätte können.

Und wenn wir von Nichts reden ist es 0 nicht -1 oder +1 sondern „null“.

"Was vor 0 Existiert ist für unser Universum nicht relevant und werden wir niemals erfahren."

Aber mit diesen Gedanken lassen wir uns wieder auf ein Punkt ein, wo wir zulassen das "Nichts = 0" Zeitlich begrenzt ist. Das ist aber aus heutiger wissenschaftlicher Sicht unhaltbar. Vor geht leider nicht, da die Zeit auch nicht existent ist.

Was ist keine Zeit, eine Sekunde ist nicht existent und kann nimals vergehen. Es ist unendlicher Stillstand "von allen", es gibt auch kein Raum in der Zeit vergehen kann. Es ist schwer zu verstehen, aber ich nehme gerne die absolute "null" zum Beispiel.
Man könnte auch ein Oszillator nehmen zur Grafischen Abbildung und null ist genau der Punkt zwischen den zwei halben Wellen der in der Akustik noch nicht mal Rauschen zulässt.

Und die Wissenschaft will gar nicht unfehlbar sein(das ist das gute gegenüber einen Glauben)
In der Wissenschaft stellt man eine nachvollziehbare Theorie auf und probiert man sie zu wiederlegen oder zu bestätigen. Deswegen gibt es Versuchsanordnungen.

vgl. Stephen Hawking: Nimmt man Quantenphysik zur Hand kann durchaus aus Nichts etwas endstehen.

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Xedion
Verfasst am: 11 Apr 2015 11:41 Keine Komplettzitate verwenden!
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@Himiko

Zitat:
Aber mit diesen Gedanken lassen wir uns wieder auf ein Punkt ein, wo wir zulassen das "Nichts = 0" Zeitlich begrenzt ist. Das ist aber aus heutiger wissenschaftlicher Sicht unhaltbar. Vor geht leider nicht, da die Zeit auch nicht existent ist.


Das ist leider ein zweischneidiges Schwert. Wenn vor dem Urknall wirklich nichts war, dann stellt sich die Frage, wie das Universum entstanden sein könnte. Immerhin sollte dieser Prozess der Entstehung auch Zeit in Anspruch nehmen. Oder es ist niemals entstanden, sondern war schon immer dar. Das führt dann aber wieder zu anderen Problemen bzw. Fragen.

Die Frage ist also vielmehr, ob ein Gott, eine Ursache oder was auch immer in irgendeiner Form "über" unserem Begriff der Zeit stehen könnte. Mal etwas anschaulich:
Stell dir vor du sitzt im Kino und schaust dir einen Film an. Für die Figuren im Film vergeht die Zeit anders als für dich. In gewisser Weise ist ihre Geschichte schon längst geschrieben, ihre Vergangenheit und Zukunft findet für dich zur selben Zeit statt. Der Prozess der Entstehung des Films läuft hingegen auf einer völlig anderen Ebene ab. Ein anderes Beispiel wären Computerprogramme. Was würdest du z.B. sagen, ist der Beginn der Zeit für die Sims? Hat vor diesem Zeitpunkt für die Sims etwas existiert? Oder hat vor diesem Zeitpunkt überhaupt etwas existiert?

Ich denke Hawkins hat Recht, wenn er sagt, dass wir das niemals erfahren werden. Wir können es bestenfalls mathematisch berechnen und versuchen dem Ganzen dadurch auf die Spur zu kommen. Aber mit Experimenten, dem Kern von Wissenschaft, wird man hier nicht zum finalen Ergebnis kommen.

Zitat:
vgl. Stephen Hawking: Nimmt man Quantenphysik zur Hand kann durchaus aus Nichts etwas endstehen.


Das ist nicht ganz richtig. Der Begriff des "Nichts" ist in der Physik etwas anderes als in der Philosophie. Das sorgt regelmäßig für Verwirrung.
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Schafhirt
Verfasst am: 24 Jun 2015 23:29 Keine Komplettzitate verwenden!
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In der Wissenschaft wird versucht, Phänomene zu erklären. Den Platz nimmt auch Gott ein, denn wann immer Menschen auf unerklärliches stoßen kann man alles mit "höherer Macht" legitimieren.
Die Wissenschaft geht da systematischer vor, man versucht aus der Beobachtung von Systemen Gesetzmäßigkeiten abzuleiten und fasst sie in Theorien zusammen. Diese Theorien kann man nur falsifizieren, indem man einen Widerspruch aufdeckt. Und bis dieser Widerspruch nicht aufgedeckt ist, kann man nur abschätzen, wie wahrscheinlich eine bestimmte Theorie ist. Beispielsweise gab es früher mal eine Theorie, nach der alle Planeten auf Scheiben stehen, die sich drehen, die auf wieder beliebig vielen Scheiben stehen, mit jeweils unterschiedlichen Drehgeschwindigkeiten. Man konnte damit alle Planetenbahnen voraussagen, wenn man die verschiedenen Drehgeschwindigkeiten festlegte. Die Theorie funktionierte, weil man mit vielen aneinandergesetzten rotierenden Kreisen Ellipsen beschreiben kann, hat sich aber als falsch herausgestellt, durch andere Beobachtungen. genauso verhält es sich in der heutigen Wissenschaft. Man kann Theorien aufstellen, die ganz toll zu Experimenten passen, z.B. Bis zum Urknall rechnen, und die Funktion dann weiterlaufen lassen (ob da 0 ist ist definitionssache, ebenso wie bei deinem Schall-Beispiel, Himiko, denn diese 0 ist auch nur ein bestimmtes Potential, was aber willkürlich festgelegt ist), wie sinnvoll das ist, müsste man nun durch Experimente herausfinden, ist beim Beispiel Urknall nur leider recht Schwierig. Das fängt aber schon viel früher an. Es werden Modelle gebastelt, wie weit entfernte Sternensysteme zusammenwirken, weil wir ein paar Strahlungssignale von diesen bekommen, dabei wissen wir noch nicht einmal, ob dort noch die gleichen Naturgesetze gelten... Die Vorausberechnungen, Experimente und der gleichen hier legen diesen Schluss nahe, aber wirklich beweisen kann man das nicht, es ist nur recht wahrscheinlich. Und zudem Stützt sich alles auf Axiome, z.B. auf die Logik (wie z.B. dass Beschreibungen unserer Welt in Formeln, wie Hawkings aus nichts kann etwas entstehen (ich denke da an Teilcheen-Antiteilchenpaare, die im leeren Raum entstehen, und sich wieder vernichten, es sei denn eines Fällt in ein Schwarzes Loch, siehe Hawking-Strahlung) damit meine ich dass man die Gleichungen, die man mathematisch-logisch entwickelt mit ihren Lösungen ausrechnet, und dann jede Lösung interpretiert). Und beim Interpretieren wird das ganze dann schwammig.
Trotzdem hat sich jenes obige Konzept als recht gut erwiesen, unsere Umwelt zu beschreiben, und die Frage, wie wir Phänomene beschreiben, mit welchen Formeln etc. hängt letztendlich auch von unserer Messgenauigkeit ab, sodass wir beispielsweise nicht mal genu bestimmen können, ob sich das Universum beschleunigt, verlangsamt, oder wie auch immer ausdehnt. Da dann durch eine Singularität (Urknall) extrapolieren zu wollen scheint doch reichlich vage, kann man aber in Theorien fassen. Genauso, wie ich die Theorie aufstellen könnte, dass irgendwo im Meteoritengürtel ein Toastbrot befindet, das französisch Spricht. Das ist eine Theorie, die man so erstmal nicht unebdingt falsifizieren kann, wenn man nicht nachschaut. Jetzt könnte man mal in den Nachthimmel schauen und sagen, ich finde dein Toastbrot aber nicht, und meine Teleskope müssten das auflösen können, dann könnte ich sagen, es war vielleicht gerade hinter einem anderen Objekt, dann könnte man weitere Messungen vornehmen, Sonden hochschicken... (kreativität yey) und sagen, alles 3D gescannt, nichts gefunden, und ich müsste weiter hinzufügen, dass es sich vieleicht gezielt versteckt hat, aber es wird immer unwahrscheinlicher, dass sich meine Theorie hält. Und vielleicht findet sich ja noch ein Geldgeber, der neugierig genug ist, um auch noch ein Zeitmaschine zu bauen, um auch in der Zeit noch danach zu suchen. Wahrscheinlich aber nicht, denn man könnte fragen, wo war denn das erste Stichhaltig beobachtbare Phänomen, das zu der Theorie führt? Genauso ist das mit Gott (auch wenn man sich über die Phänomene streiten könnte, die zur Theorie Gott führen könnten). Interessant finde ich jedoch, dass man die Theorie Gott immer weiter einschränken musste, je weiter man in den Erklärungen gekommen ist. Erst hat er vor 5000 Jahren die Welt geschaffen, jetzt war er vielleicht vor 13,8 Mrd. Jahren für den Urknall verantwortlich. Und der Anfang der theorie war: Ich glaube daran. Ja, ok, sehr wahrscheinlich.
Ok, Gott ist also eine nach heutigen Erfahrungen der modernen Welt eine recht unwahrscheinliche Theorie, deren Relevanz für die meisten Dinge in der Welt nicht wirklich gegeben ist. Bzw. doch, aber sie ist von Menschen erzeugt, so z.B. könnte der Bauingenieur, der keine Relevanz von Gott sieht, wenn er eine Brücke baut (braucht er auch nicht in seinen Formeln, reicht ihm von der genauigkeit her, falls Gott überhaupt einen Einfluss hat), muss evtl aber vielleicht mal eine Kirche bauen, und dann bestimmte Regeln einhalten, die sind dann aber eher menschengemacht. Insofern hat Gott sehr wohl einen Einfluss auf die Welt, wenn man ihn als Gesamtheit der religiösen Einflüsse auf alle Menschen zusammenfasst (auch diese Definition/Theorie ist wahrscheinlich verbesserungswürdig Wink ). Aber das ist Definitionssache. Und man kann alles definieren, sollte nur aufpassen, dass man dabei verständlich bleibt und alles in sich logisch konsistent macht. Vielleicht meint izento ja das mit Ersatzgöttern, denn tatsächlich glaube ich an die LOgik (kleiner Scherz am Rande, wers erkennt) Mr. Green

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Hab mal n Witz gehört.
Mann geht zum Arzt. Sagt, er ist deprimiert.
Das Leben kommt ihm rau vor, und herzlos.
Sagt, er fühlt sich allein in einer bedrohlichen Welt.
Arzt sagt: "Behandlung ist einfach, der große Clown Paleacci ist in der Stadt.
Kennen sie ihn? Wird sie aufheitern."
Mann bricht in Tränen aus: "Aber Doktor", sagt er, "ich bin Paleacci."

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